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Buchempfehlung "Warum Frauen die Welt retten werden"

Welche Inhalte bietet das Buch?

Das Buch bietet sechs Thesen, warum das weibliche Prinzip ein Mehrwert für die Rettung der Welt ist. Jede These wird überprüft und belegt mit den Ergebnissen der qualitativen und quantitativen Studie, die die Autorinnen durchgeführt haben. Die Grundannahme ist, dass Frauen anders denken, fühlen und handeln als Männer. Sie beziehen z.B. komplexe Zusammenhänge in ihr Denken ein und sind Spezialistinnen im „Kümmern.“ Sie sind außerdem besonders leidensfähig und zäh und mögen das Strukturieren und Planen.

Die sechs Thesen haben die Autorinnen mit ihren fünfzehn Interviewpartner:innen diskutiert, darunter Menschen wie Tim Schumacher (Investor im Green Business), Prof. Maren Urner (Neurowissenschaftlerin und Bestsellerautorin) und Verena Pausder (Digitalunternehmerin und Autorin von „Das Neue Land“).

Das besondere an dem Buch sind die zahlreichen Zitate der Interviewpartner:innen und deren persönliche Geschichten zu weiblichen Qualitäten und Frauen als Führungskräfte. Alle sind sich einig, dass die Kultur in Deutschland noch zu sehr auf dem männlichen Prinzip beruht und dass es Zeit ist für eine Öffnung gegenüber dem weiblichen Prinzip, welches bisher noch zu wenig wertgeschätzt wird. Würden weibliche Stärken mehr wertgeschätzt und gäbe es mehr Gleichwertigkeit zwischen dem männlichen und dem weiblichen Prinzip, wären wir bezüglich Weltrettung ein großes Stück weiter.


Wer hat das Buch geschrieben?

Ines Imdahl und Janine Steeger. Ines Imdahl ist Diplom-Psychologin und Inhaberin von „rheingold salon“, eine Forschungsagentur. Seit 25 Jahren untersucht sie, was Frauen bewegt und wie sie in unserer Kultur gesehen werden. Sie ist verheiratet und hat vier Kinder.

Janine Steeger ist Journalistin und ehemalige RTL-Moderatorin. Seit ein paar Jahren befasst sie sich intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit und hat „futurewoman.de“ gegründet, eine Plattform, die Expertinnen der Nachhaltigkeit mehr Medienpräsenz verschafft. Janine Steeger hat einen Sohn und lebt mit ihrer Familie in Köln.


Was hat mir an dem Buch besonders gefallen?

Besonders gefallen haben mir an dem Buch erstens die Statistik „Das Nobelpreis-Gender-Gap“, wo alle Nobelpreisgewinner:innen zwischen 1901 und 2020 zahlenmäßig nach Geschlecht und Forschungsbereich aufgeführt werden. In der Zeit haben 876 Männer den Preis erhalten und 58 Frauen. Es stellt sich die Frage, warum so wenig Frauen einen Nobelpreis erhalten und ob es eventuell ein Sichtbarkeits- und Wahrnehmungsproblem gibt.

Zweitens fand ich die Textstelle sehr erhellend, in der Ines Imdahl, eine der Autorinnen, erläutert, wie sie sich mit ihrem Mann die Erwerbs- und Familienarbeit total gleichberechtigt aufteilt und welches Modell sie gefunden haben, in dem sie beide Vollzeit erwerbstätig sind und sich trotzdem ab 14 Uhr um die eigenen Kinder und den Haushalt kümmern können. Dieses Modell fand ich sehr inspirierend. Es gibt sehr gute Impulse für die eigene Aufgabenteilung als Paar und zeigt, dass eine gleiche Verteilung von Erwerbs-, Haus- und Familienarbeit tatsächlich möglich ist.

Drittens finde ich alle sechs im Buch präsentierten Thesen, warum Frauen die Welt retten werden wichtig. Mir hat besonders gut gefallen, wie die Autorinnen jede These mit Aussagen der bekannten Interviewpartner:innen belegen. Darunter auch Menschen wie Patrick Bungard, Gründer der Firma M3Trix, Fränzi Kühne, Deutschlands jüngste Aufsichtsrätin eines DAX-Konzerns und Dr. Karella Easwaran, Bestsellerautorin und Kinderärztin.


Wozu trägt man/frau mit dem Kauf des Buches bei?

Die Autorinnen wollen mit dem Buch etwas Gutes bewirken und haben sich dazu entschieden, eine Frau finanziell zu unterstützen, die aufgrund des Klimawandels ihre Heimat verlassen musste. Diese Frau heißt Gemuh Odette Ngum, die in Kamerun bei ihrer Mutter und ihren Geschwistern aufgewachsen ist und deren Vater früh gestorben ist. Gemuhs Mutter konnte ihre Familie immer gut ernähren mit dem Ackerland, das sie besaß. Aber das hat sich gewandelt, seit es immer mehr Starkregen und Hitzeperioden gibt, die die Felder und die Ernte zerstören. Gemuhs Mutter entschloss sich irgendwann, ihre Tochter nach Deutschland zu schicken, damit sie dort studieren und sich eine bessere Zukunft aufbauen kann. Seit Oktober 2019 lebt Gemuh nun in Deutschland. Sie ist inzwischen eine 29-jährige Frau und träumt davon, eine eigene Farm zu besitzen und moderne, nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben. Die Autorinnen haben das Ziel, ca. 5.000 Euro, die sie durch den Verkauf des Buches sammeln, an Gemuh weiterzuleiten, damit die sich ihren Wunsch einer nachhaltigen Farm erfüllen kann.



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