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Welcher Geldtyp bist du?

Frauen, die bei Madame Moneypenny den Mentoring Kurs buchen, müssen direkt am Anfang des Kurses herausfinden, welcher Geldtyp sie sind. Das habe ich in ihrem Podcast gehört. Nun frage ich mich: was gibt es eigentlich für Geldtypen? Und welchen Einfluss haben diese auf den eigenen Umgang mit Geld?

Meine Recherche ergab, dass es relativ viele Artikel über Geldtypen gibt. Es gibt aber anscheinend keine einheitliche Kategorisierung. Die österreichische Zeitschrift „Wienerin“ hat beispielsweise acht Geldtypen beschrieben, der Blog „Geldhelden“ kommt nur auf fünf. Bei der Bundeszentrale für politische Bildung habe ich eine Kategorisierung gefunden, die mir besonders gut gefallen hat: demnach gibt es folgende acht Geldtypen:


1. Die Resignierten und Überforderten: Sie sehen sich am Rand der Gesellschaft und ohne Möglichkeit, an ihrer finanziellen Situation selbst etwas zu ändern. Sie grenzen sich stark nach oben ab und empfinden sich als „underdog“ bzw. als Opfer. Sie kümmern sich nicht um Geldangelegenheiten, verdrängen oft sogar ihre finanziellen Probleme und befassen sich nicht konstruktiv mit ihren Finanzen.


2. Die Sorglosen und Leichtfertigen: leben im „hier und jetzt“, haben Freude am spontanen Konsumieren. Trotz begrenzter Geldmittel denken sie nicht an die finanzielle Zukunft und verdrängen eventuelle Probleme. Sie kümmern sich nicht um Finanzthemen und begegnen Finanzexpertinnen mit großem Misstrauen.


3. Die Bescheidenen: weisen die traditionelle Sparmentalität auf. Sie agieren sehr vorsichtig mit ihren Finanzen. An Finanzanlagen jenseits herkömmlicher Sparformen wagen sie sich selten. Für sie ist Geld ein sehr privates Thema, über das sie kaum sprechen.


4. Die Delegiererinnen: sind meist finanziell gesichert. Sie blicken unbekümmert und mit Zuversicht in die Zukunft und vertrauen die Verantwortung für das Management ihres Geldes Familienangehörigen oder Bankberaterinnen an. Sie sehen keinen Grund, sich selbst damit zu befassen. Delegiererinnen sind typischerweise Frauen.


5. Die Pragmatikerinnen: betrachten Geld ausschließlich als Mittel zum Zweck und konzentrieren sich auf andere Lebensbereiche. Die öffentlichen Diskussion über die Sicherungssysteme hat ihnen zwar die Notwendigkeit der aktiven Vorsorge vor Augen geführt, der sie aber nur sehr zögerlich Folge leisten. Unter den Pragmatikerinnen finden sich Männer und Frauen gleichermaßen.


6. Die Vorsichtigen: legen besonderen Wert auf die Wahrung ihrer meist komfortablen finanziellen Situation. Sie befassen sich mit den Entwicklungen auf dem Finanzmarkt. Das veranlasst sie auch zu Veränderungen ihres Finanzverhaltens.


7. Die Ambitionierteren: Für sie ist Geld der zentrale Gradmesser persönlichen Erfolgs. Sie beschäftigen sich intensiv mit Finanzfragen. Das dient nicht allein der Vermögensvermehrung, sondern hat für sie auch einen hohen Freizeit- und Erlebniswert. Im Milieu der Ambitionierten finden sich fast nur Männer.


8. Die Souveränen: sind in Finanzangelegenheiten sehr kompetent und interessiert. Sie informieren sich regelmäßig über die Finanzmärkte. Keines der oben genannten Hindernisse, sich mit Geld zu befassen, treffen auf sie zu.


Bei Geldtypen geht es immer um den eigenen Umgang mit Geld, beispielsweise um die Fragen: Setze ich es souverän ein? Habe ich mir ein Sparziel gesetzt? Vergesse ich Geld in der Jeanstasche oder bewahre ich mein Geld ausschließlich auf meinem Konto oder im Portemonnaie? Definiere ich mich über die Höhe meines Gehaltes oder ist mir ein volles Konto nichts wert? Bin ich geizig oder konsum-verliebt? Wie schwer oder leicht fällt es mir, Geld zu teilen?


Wie Menschen mit Geld umgehen, hat natürlich Folgen für ihr Leben: Es kann zu Erfolg, Zufriedenheit und Glück führen oder zu Sorge, Unzufriedenheit und Ärger. Wenn man aber erst einmal herausgefunden hat, welcher Geldtyp man ist, schärft es das eigene Bewusstsein ungemein. Es fördert die Selbsterkenntnis und im Anschluss kann man über Handlungsempfehlungen für sich selbst nachdenken. Wenn ich beispielsweise „Die Bescheidene“ bin, kann ich darüber spekulieren, wie es wäre, mir mehr Dinge zu gönnen und mit bestimmtem Konsum nicht zu hadern, weil er mir guttut und ich ihn mir auch leisten kann. Sicherlich gibt es Situationen, in denen mich die eigene Bescheidenheit in meiner Handlungsfähigkeit beschränkt. Das sollte nicht sein. Daher tut es gut, mal ein wenig über den eigenen Geldtyp nachzudenken.



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