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Nachhaltig und günstig durch die Periode, geht das?

Aktualisiert: 17. Okt 2020

Ich glaube ja, man (bzw. frau) kann günstig und trotzdem nachhaltig durch die Menstruation kommen. Noch vor einigen Jahren waren Tampons und Binden die am meisten bekannten Produkte für die Periode. Inzwischen besinnt man/frau sich wieder auf längst vergessene alte Methoden, wie die Menstruationstasse und es kommen auch neue Produkte auf den Markt wie die Periodenslips. Ich stelle euch einfach mal ein paar Produkte vor, die aus meiner Sicht sowohl nachhaltig als auch kostensparend sind:


Menstruationstasse

Die Menstruationstasse ist wiederverwendbar und wird z.B. aus hochwertigem medizinischen Silikon hergestellt. Das macht sie schon mal sehr umweltverträglich, weil sie viel Müll (Binden, Tampons) spart. Man führt sie ein, die Tasse entfaltet sich innen vollständig und fängt so das Menstruationsblut auf. Man kann sie 8-12 Stunden ununterbrochen tragen, leert sie dann aus und spült sie unter klarem Wasser aus. Sie kann sofort danach auch wiedereingesetzt werden. Das gute ist, dass die Tasse beim Tragen kaum zu spüren ist und dass sie sogar helfen kann, Regelschmerzen zu reduzieren. Die Menstruationstasse gibt es zum Beispiel von der österreichischen Firma t.o.c. (tage ohne chemie www.t-o-c.at) oder auch von der deutschen, nachhaltigen Firma einhorn (https://einhorn.my/). Aber auch viele andere Firmen stellen Menstruationstassen her. Sie kosten so um die 10-25 Euro und sind in verschiedenen Größen in Drogeriemärkten erhältlich.

Menstruationstassen wurden bereits in den 1930-Jahren erfunden, gerieten aber für längere Zeit in Vergessenheit. Inzwischen wächst ihre Beliebtheit wieder. Auf youtube gibt es viele junge Bloggerinnen, die jungen Mädchen zeigen, wie die Tasse zu benutzen ist (z.B. die Bloggerin Barbara Sophie: https://www.youtube.com/watch?v=1CFERSf8Yn8).

Milena Glimbovski, die Gründerin des „original unverpackt“-Ladens hat sogar ein neues Start-up gegründet , bei dem es um Menstruationstassen geht „period.berlin“. Das Start-up hat auch einen sozialen Anspruch: ein Teil des Verkaufgewinns geht an Hilfsvereine für Frauen in Armut. Wenn ihr also dort eure Menstruationstasse kauft, dann könnt ihr gleichzeitig auch noch was Gutes für andere Frauen bewirken.


Stoffbinden

Das ist natürlich ganz einfach zu erklären: Binden aus Stoff, die man waschen und wiederverwerten kann. Beziehen kann man die über den online-shop „erdbeerwoche“ (www.erdbeerwoche-shop.com). Man kann sie aber auch ganz einfach selber nähen. Hierfür gibt es eine tolle DIY-Anleitung auf youtube: https://youtu.be/m60f6NdLU3s


Periodenslips

Periodenslips sind eine echt gute Alternative zu Einweg-Hygieneartikeln wie Binden und Tampons. Diese neuen Unterhosen sind bequem, umweltfreundlich, gesund und günstig. Sie absorbieren das Menstruationsblut und sichern uns Frauen ab, so dass keine lästigen Flecken auf Hosen oder Röcken landen.

Es gibt sie in verschiedenen Formen, Schnitten und Farben, ob als Boyshort oder Tanga. Während normale Unterhosen aus ein oder zwei Lagen bestehen, werden Periodenslips aus mehreren Lagen gefertigt und haben eine flüssigkeits-undurchlässige Schicht. Die Slips sind bequemer als Binden oder Slipeinladen und können gewaschen und mehrmals verwendet werden. Damit schonen sie die Umwelt und den Geldbeutel. Für Teenager, die ihre ersten Menstruationszyklen durchlaufen und noch keine Menstruationstassen verwenden möchten, sind sie eine ideale Lösung.

Periodensplips bekommt ihr zum Beispiel von folgenden Unternehmen: femtis (www.femtis.de), ooshi (https://ooshi-berlin.de), thinx (https://www.shethinx.com), kora mikino (https://koramikino.de) oder modibodi (www.modibodi.co.uk)


Flex Menstrual Disc

Diese „Menstrual Discs“ sind in Deutschland wahrscheinlich (noch?) gar nicht so bekannt. Gehört habe ich davon zum ersten Mal in London. Derzeit bin ich mir auch nicht 100% sicher, ob es sich dabei um eine wirklich nachhaltige Methode für die Menstruation handelt. Denn es ist ein Wegwerfartikel. Ich möchte es euch trotzdem vorstellen. Gemeint ist eine Art Ring mit durchsichtigem, flexiblem Auffangschutz, der ähnlich wie eine Menstruationstasse eingeführt und getragen wird. Man kann ihn bis zu 12 Stunden drin lassen und sogar beim Sex tragen. Anbieter ist zum Beispiel die Firma flex (www.flexfits.uk).

Die Discs sind aus medizinischem Kunststoff hergestellt, BPA- und Phthalat-frei. Sie enthalten auch kein Latex oder Silikon. Angeblich werden durch sie 60% weniger Müll produziert als durch Tampons. 24 Stück kosten ca. 15 Euro.


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