Money Talk! Dina, 36, München

Aktualisiert: 17. Okt 2020

Dina, 36, berufstätig in der Automobilbranche, kommt aus München, keine Kinder


Kannst du uns kurz deine finanzielle Situation beschreiben? (Es geht hier nur ums Grobe: verdienst du Geld? Bist du angestellt oder selbständig? In Elternzeit? Etc.)

Ich bin Vollzeit fest angestellt bei einem Automobilzulieferer und unterstütze den Bereichsleiter. Diese Anstellung ist gleichzeitig auch meine Haupteinnahmequelle, bei der ich ein gutes Einkommen habe. Da ich kinderlos bin, muss ich ausschließlich nur mich selbst versorgen, mein Partner bezieht sein eigenes Einkommen.


Bist du finanziell unabhängig vom Staat, vom Partner/der Partnerin und der Familie?

Ich bin finanziell weder von meinem Partner, Familie, noch vom Staat abhängig. So gesehen bin ich finanziell daher aktuell ausschließlich von meiner Anstellung abhängig.


Was ist dein größter jemals gemachter Fehler beim Thema Geld?

Ich kann glücklicherweise sagen, dass ich bisher keine immensen Geldbeträge verloren habe beim Investieren. Aber natürlich habe ich grundsätzlich auch schon Geld verloren. Es gab daher keinen „größten Fehler“ als solchen. Vielmehr gibt es eine Reihe von Dingen, die ich anders machen würde rückblickend und zwar folgende:

Bei meinen Anfängen an der Börse agierte ich relativ planlos und ohne mich vorher intensiver mit dem Thema befasst zu haben. Ich kaufte und verkaufte einfach mal nach Lust und Laune Aktien. Heute würde ich mich vorab besser informieren bzw. weiterbilden, worauf man hier achten sollte und nach welchen Strategien man vorgehen kann.

Ich habe eine längere Aktienpause gemacht und mich dann nur noch mit Immobilien befasst. Heute würde ich schneller wieder mit den Börseninvestments beginnen und keine so lange Pause machen.

Erst letztes Jahr habe ich mit p2p/Crowd-Investitionen begonnen, hier habe ich zu Beginn zu hohe Beträge eingesetzt. Es blieben einige Kredite auf der Strecke, gerade die, wo ich anfangs etwas mehr Geld investiert hatte. Das ärgert mich in der Tat. Mittlerweile stecke ich nur noch möglichst kleine Geldbeträge in möglichst viele Projekte.


Was ist das Beste, was du in Gelddingen erreicht hast?

Meine Immobilienkäufe waren bisher das Beste, was ich als Investorin geschafft habe, denn vom Kauf-Zeitpunkt her lag ich gut. Der Wert stieg danach noch um einiges. Außerdem habe ich relativ zeitig damit angefangen. Je früher man mit solchen Dingen beginnt, desto eher hat man die Immobilien bei einer Bankfinanzierung vor der Rente abbezahlt. Ich habe hier also einen guten Wert erschaffen, ohne privat dafür großartig in die Tasche greifen zu müssen, da sich die Immobilien aus den Mieten selbst tragen und in der Regel auch ein Überschuss bleibt.


Was ist der beste Geld-Ratschlag, den du je bekommen hast?

Meine Mutter hat mich motiviert mit dem Investieren zu beginnen. Sie meinte: „Fange einfach mal an, probiere dich aus, aber sei nicht ängstlich. Es ist nicht schlimm wenn du Fehler machst denn daraus gewinnst du Erfahrungen und die bringen dich weiter im Leben.“


Verfolgst du finanzielle Ziele? Falls ja, welche?

Mein großes finanzielles Ziel ist finanzielle Freiheit. Was ich darunter verstehe, erkläre ich in der nächsten Frage. Ich definiere mir dafür drei Stufen, wie ich das erreichen möchte. Das ist zunächst einmal ein kurzfristiges Ziel, dann noch ein mittelfristiges und ein langfristiges Ziel. Ich lege auch fest, welchen Betrag ich jeweils erwirtschaften möchte durch meine Renditen und Einnahmen aus meinen Produktverkäufen. Kurzfristig wäre das im ersten Schritt z.B. monatlich 5.000€ brutto. Anschließend rechne ich mir aus, welchen Kapitalbedarf ich dafür benötige, der diese Rendite abwirft, oder aber wieviel Produkte ich dafür verkaufen muss. Nun kann ich auf dieses konkrete Ziel hinarbeiten und die Voraussetzungen dafür schaffen.


Was bedeutet finanzielle Unabhängigkeit für dich?

Finanzielle Unabhängigkeit bedeutet für mich, dass sich nicht nur meine Fixkosten tragen aus den Renditen meiner Investitionen oder den Erträgen meiner Produkte, die ich verkaufe, sondern ich mir darüber hinaus davon weitere Dinge leisten kann. Ich möchte durch meine „passiven“ Einnahmen meinen Lebensunterhalt finanzieren können und nicht von einer Anstellung und Gehaltszahlungen abhängig sein. Das verschafft mir die Freiheit, meine Zeit frei einteilen zu können und zu arbeiten, wann und wie es mir Spaß macht.


Wer ist die Person, zu der du gehst, wenn du über Geld sprechen möchtest?

Am besten kann ich mit meiner Mutter darüber sprechen. Sie war es auch, die mich dazu inspiriert hat, da sie sich schon lange mit Geldthemen in der Freizeit beschäftigt. Mit ihr kann ich wunderbar über alles reden, denn sie hat einen enormen Wissensschatz und ist mir hier nach wie vor stets voraus, weil sie sich regelmäßig mit vielen Dingen befasst in dem Bereich. Mit meinem Vater oder meinem Partner hingegen kann ich gar nicht zu den Themen sprechen, weil sie beide kein Interesse daran haben und sich auch nicht damit befassen wollen.


Kennst du deine Einnahmen und Ausgaben genau? Führst du Haushaltsbuch oder nutzt du eine App?

Ich nehme es mir schon lange vor, aber bisher bin ich zeitlich noch nicht dazu gekommen, ein Haushaltsbuch zu führen. Ich halte es aber für extrem sinnvoll und nützlich. Deshalb steht es auf jeden Fall auch auf meiner To-do-Liste - am besten als App. Dennoch besitze ich aber natürlich einen relativ guten Überblick über meine Einnahmen und Ausgaben. Mit einem Haushaltsbuch wäre dieser aber noch präziser.


Hast du Geld investiert? Aktien? Fonds, etc.? Wenn ja, wie?

Ja, ich investiere momentan hauptsächlich in Einzelaktien und ETFs. Begonnen habe ich 2007 damit. Außerdem habe ich ungefähr denselben Betrag auch in p2p Kredite und auf Crowdinvestment Plattformen investiert. Es heißt zwar immer, dass diese Anlageformen riskanter seien, aber ich bin der Meinung – wenn man sich die richtigen Plattformen aussucht und sich eine sinnvolle Strategie überlegt – sind p2p Kredite und Crowdinvestments auch nicht riskanter, als Einzelaktien zu kaufen.

Die Aktien und ETFs kaufe ich über mein Online-Depot.

Meine peer2peer- bzw. Crowdinvestitionen laufen ausschließlich im Immobilienbereich – ich mache keine Startup Investitionen. Deshalb nutze ich Plattformen, die sich nur auf Immobilien spezialisiert haben dafür.

Ich verwende meine Gehaltszahlungen, um monatlich einen Teil davon zu investieren. Je nach Marktlage entscheide ich dann, was ich davon kaufe.

Hast Du „grüne Geldanlagen“? Ist dir Klimaschutz/Nachhaltigkeit wichtig?

Ich investiere zwar in ETFs für erneuerbare Energien, und über Crowdinvesting finanziere ich einen Solarpark in Polen, aber das tue ich, weil ich denke, dass solche Produkte für die Zukunft wertstabil sind. Abgesehen davon, habe ich mich hier noch nicht weiter bewusst mit dem Thema auseinandergesetzt. Grundsätzlich sind mir aber Klimaschutz und Nachhaltigkeit schon ein wichtiges Anliegen.

Worein investierst du dein Geld noch? (Gemeint sind nicht nur finanzielle Investitionen, sondern auch andere)

Ich investiere neben den vorhin genannten Finanzprodukten oder meinen Immobilien auch in mein Nebengewerbe Adecora (www.adecora.de). Dieses versuche ich stets zu optimieren und zu verbessern, damit mehr Menschen auf die Produkte aufmerksam werden und davon profitieren können.

Außerdem investiere ich auch in mich selbst. Das bedeutet, ich investiere in Bücher oder auch mal in einen Online-Kurs, der mich sehr anspricht und von dem ich mir eine persönliche Weiterentwicklung erwarte. Diese Art von Investitionen sind sehr wichtig, denn sonst entsteht Stagnation und Stillstand. Außerdem spende ich hin- und wieder etwas Geld – ganz spontan, wenn ich in einem Moment das Gefühl habe, es tun zu wollen.


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