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Mikrofinanzfonds / Für die Sicherheit-liebende Anlegerin

Aktualisiert: Juli 13

Für viele Anlegerinnen sind Mikrofinanzfonds eine gute Wahl. Wer in einen solchen Fonds investiert, tut Gutes mit seinem Geld. Diese Fonds sammeln Kapital, um in armen Weltgegenden Mikrokredite zu finanzieren. Das sind Darlehen an Kleinstunternehmer/-innen, die sich damit aus der Armut herausarbeiten können.


Es gibt mindestens vier interessante Mikrofinanzfonds, die ich kurz vorstellen möchte:

  1. Der 2011 aufgelegte IIV Mikrofinanzfonds: IVV steht für "Invest in Visions". Entwickelt wurde dieser Fonds von Edda Schröder.

  2. Der 2015 aufgelegte KCD Mikrofinanzfonds von der Bank im Bistum Essen (BiB)

  3. Der Mikrofinanzfonds der GLS Bank (existiert seit 2015)

  4. Der Dual Return Fund - Vision Microfinance der C-Quadrat Asset Management GmbH aus Wien (ist in Deutschland seit Mai 2016 zugelassen)

Alle vier Mikrofinanzfonds stoßen auf reges Anlegerinneninteresse. Ihr Volumen ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Der Mikrofinanzfonds der GLS Bank hat beispielsweise inzwischen ein Volumen von 190 Millionen Euro. 2015 waren es erst 60 Millionen Euro. Der Dual Return Fund - Vision Microfinance ist mehr als doppelt so groß. Sein Volumen beträgt sogar 540 Millionen Euro.


Mikrofinanzfonds gelten als vergleichsweise sicheres Investment. Sie verleihen das Anlegerinnengeld an Mikrofinanz-Dachorganisationen. Diese wiederum vergeben es an Mikrofinanzinstitute - also an Mikrofinanzbanken, etwa in Peru oder Indien. Deren Kundenberaterinnen bringen das Geld zu den Kundinnen und holen es später wieder ab, samt Zinsen.


Dadurch dass ein Mikrofinanzfonds in der Regel mit Dutzenden von Mikrofinanzinstituten zusammenarbeitet, verteilen sich die Risiken. Es gibt eine extrem gute Rückzahlungsmoral der Kreditnehmerinnen. Für viele ist der Zugang zu dieser Finanzdienstleistung eine einmalige Chance, sich aus der Armut zu befreien.


Mikrofinanzfonds haben eine stabile Wertentwicklung auch in der Corona-Krise. Der GLS-Mikrofinanzfonds und der IIV-Mikrofinanzfonds liegen auf Sicht von fünf Jahren mehr als 7% im Plus. Der KCD Mikrofinanzfonds hat im gleichen Zeitraum sogar mehr als 10% an Wert gewonnen. Und der Dual Return Fund Vision Microfinance legte um etwas mehr als 4% zu.


Zu beachten ist bei Mikrofinanzfonds allerdings folgendes: Man kann ihn nicht unbedingt von einem auf den anderen Werktag verkaufen - wie Aktienfonds. Bei dem GLS-Mikrofinanzfonds kann man Anteile beispielsweise nur Ende Juni und Ende Dezember zurückgeben. Bei den anderen Mikrofinanzfonds ist der Verkauf immerhin monatlich bzw. einmal pro Quartal möglich. Kaufen können Anlegerinnen alle vier Fonds monatlich.


Die Verwaltungskosten betragen bei allen vier Mikrofinanzfonds 1,58 bis 2,03 Prozent. Das heißt, die Verwaltungskosten sind vergleichbar mit den Verwaltungskosten bei Aktienfonds.


Mikrofinanzfonds sind außerdem nicht von Börsenkursen abhängig. Sie weisen nur geringe Wertschwankungen auf - auch in Corona-Zeiten. Wer also ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis hat, für den eigenen sich Mikrofinanzfonds besonders. Wer dagegen viel Wert auf eine hohe Rendite legt, für den kommen Mikrofinanzfonds eher nicht in Frage.


Ganz klar ist, dass Mikrofinanzfonds zudem eine hohe soziale Wirkung haben. Das Geld der Anlegerinnen bewirkt Gutes: in armen Regionen der Welt kann eine Schneiderin beispielsweise eine Nähmaschine erwerben uns sich selbständig machen. Herkömmliche Banken vergeben solche Kleinstkredite meist nicht. Mikrofinanzen helfen ärmeren Menschen auch, die exorbitant hohen Zinsen von lokalen Kredithaien zu umgehen.


Alles in allem eignen sich Mikrofinanzfonds für die Sicherheit-liebende, sozial verantwortliche Anlegerin!





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