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Über die Klimawirkung von Nachhaltigkeitsfonds

Welchen Beitrag leisten glaubwürdige Nachhaltigkeitsfonds eigentlich im Kampf gegen die Klimakrise?


In Österreich hat eine aktuelle Analyse des Vereins für Konsumenteninformation gezeigt, dass eine nachhaltige Geldanlage tatsächlich wirkt. Der Verein hat 53 mit dem österreichischen Umweltzeichen zertifizierte Aktienfonds betrachtet, die insgesamt mehr als 23 Milliarden Euro verwalten. Für jeden Aktienfonds wurde der "Carbon Foot-print" berechnet. Dafür wurden die Treibhausgasemissionen der im Portfolio enthaltenen Unternehmen analysiert.

Das Ergebnis der Analyse ist, dass Fonds mit Umweltzeichen nur 28% der Treibhausgase verursachen, die von konventionellen Aktienfonds ausgehen. Das ist natürlich vereinfacht ausgedrückt. Denn die Unternehmen verursachen ja die Treibhausgasemissionen und nicht die Fonds. Aber trotzdem: Umweltzeichen-Aktienfonds (und die im Portfolio enthaltenen Unternehmen) weisen einen durchschnittlichen Carbon-Footprint von 16,2 Kilogramm Treibhausgasen pro investierten Euro auf. Bei konventionellen Aktienfonds sind es 57,2 Kilogramm Treibhausgase pro investiertem Euro.

Man kann also sagen, dass konventionelle Fonds einen mehr als dreimal so großen Carbon Footprint haben wie Umweltzeichen-Aktienfonds.


Das Fazit des Vereins für Konsumenteninformation ist daher auch: Eine nachhaltige Geldanlage macht Sinn. Die pauschale Anschuldigung, nachhaltige Fonds seien bloß ein Marketing-Quatsch oder gar Greenwashing ist nicht haltbar. Es ist nun auch empirisch bewiesen, dass nachhaltige Aktienfonds nachhaltig wirken. Im Kampf gegen die Klimakrise leisten sie tatsächlich einen wichtigen Beitrag. Und die Finanzwirtschaft sollte als wichtiger Hebel im Kampf gegen die Klimakrise noch viel stärker genutzt werden.


Quelle: Zeitschrift "Original - Magazin für nachhaltige Lebenskultur" von September 2022, Ausgabe 35, Artikel "Klimawirkung von Nachhaltigkeitsfonds" von Mag. Raphael Fink, Mitglied im Umweltzeichenteam des Vereins für Konsumenteninformation. Herr R. Fink war an der Entwicklung des europäischen Umweltzeichens (EU Ecolabel) im Bereich Nachhaltige Finanzprodukte beteiligt und ist Mitglied im European Ecolabelling Board (EUEB), einem der Europäischen Kommission zur Seite stehenden Gremium für alle Anliegen zum EU-Ecolabel.






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